#MeToo: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – ein Tabuthema?

Derzeit vergeht wohl kein Tag, an dem nicht über sexuelle Belästigungsvorwürfe seitens verschiedenster prominenter Persönlichkeiten in den Medien berichtet wird.

Sexuelle Belästigung oder sonstige Diskriminierung (wegen des Alters, des Geschlechtes, der Religion oder der sexuellen Orientierung) ist jedoch längst kein Tabuthema mehr. So wurde von den Gerichten beispielsweise ausgesprochen, dass das Erzählen eines „Blondinenwitzes“ bereits als sexuelle Belästigung zu werten sei.

Der Gesetzgeber hat hier für Opfer sehr effektive Werkzeuge bereit gestellt, um derartige Belästigungen durch den Arbeitgeber oder durch Kollegen bzw. Kolleginnen hintanzuhalten.

So ist es beispielsweise möglich, bei Vorliegen einer sexuellen Belästigung gegen den Arbeitgeber aufgrund der Verletzung seiner Fürsorgepflicht gerichtlich beim Arbeitsgericht vorzugehen und immateriellen Schadenersatz nach den Bestimmungen des Gleichbehandlungsgesetzes zu verlangen. Der große Vorteil dieses Schadenersatzanspruches ist, dass die sexuelle Belästigung nicht zwingenderweise eine Dauerfolge mit Krankheitswert nach sich ziehen muss. Sofern eine sexuelle Belästigung (aber auch z.B. Mobbing) solche Folgen mit sich zieht, entsteht für das Opfer ein zusätzlicher Schadenersatzanspruch.

Bei derartigen Vorfällen ist natürlich auch die breite strafrechtliche Komponente nicht außer Acht zu lassen. In Strafverfahren, in denen es um Straftaten gegen die sexuelle Integrität geht, kommt es in der Regel auf die Aussage des Opfers bei der kontradiktorischen Vernehmung an.

Sollten Sie Opfer einer sexuellen Belästigung bzw. einer Diskriminierung sein oder unter Mobbing am Arbeitsplatz leiden, kämpfen unsere Rechtsanwälte für Ihr Recht und vertreten Sie vor Gericht und vor sämtlichen Behörden. Aber auch, wenn Sie zu Unrecht mit solchen Vorwürfen konfrontiert werden, die äußerst schwierig zu entkräften sind, setzen wir alles daran, Ihren Ruf und Ihre Existenz zu retten.

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